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CRUFTS ! Die weltweit spektakulärste und wichtigste Ausstellung aller Rassen seit dem Ende des 18. Jhd. ! Jedes Land hat nur eine Show, auf der man die Qualifikation für
CRUFTS bekommen kann. Alle ausgestellten Hunde müssen sich also schwer qualifizieren und
WIR (Tony und ich) waren dabei ! Toll und unglaublich, je länger ich darüber nachdenke !
Um seinen Hund überhaupt in England ausstellen zu können benötigt man eine ATC Number vom Kennel Club in England. So begann unsere Vorbereitung: Beantragung der Nummer. Parallel schauten wir uns natürlich die Einreisebestimmungen nach England an und liessen als erstes den Tollwut Titer bestimmen. Zum Glück kein Problem bei Tony, schnell bekamen wir den benötigten Wert.
24-48 Stunden vor der Einreise muss der Hund noch einmal auf Zecken und Würmer behandelt werden. Von uns als nicht verständlich eingestuft haben wir es aber brav vornehmen lassen und besuchten noch schnell unsere Tierärztin, bevor wir alle Sachen für die nächsten Tage packten.
Von uns aus waren es über 800km nach Birmingham und wir überlegten, wie wir am besten dort hin kommen würden. Per Zufall bekamen wir über Sander (
Thank you very much Sander for the organisation ! - Kennel Woefdram) die Bustour von Holland organisiert. Es ging Freitag Abend um 19:00 Uhr ab Arnheim los. Bis Arnheim hatten wir schon gute 200 km zurückzulegen.
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 | Unterkunft der Hunde im Bus |
Ich fragte viel nach, aber wusste bis zum Schluss nicht so richtig, wie Tony transportiert werden würde. Und das war ein grosses Problem für mich. Aber es war eine gut organisierte Tour und die Organisation nannte sich KYNOBUR und der Name war gerecht.
Es reissten 6 Hunde (3 Labbis - 2 Curlys und 1 großer Münsterländer) mit und der Bus war bis auf den letzten Platz belegt. Man hatte Sitzreihen ausgebaut und Kennels fest installiert. 3 unten und 3 oben drüber. Fest verschnallt und gut gesichert. Die Hunde hatten genug Platz in den Kenneln und ich war ganz nah bei meiner Tony. Alles war ok, es konnte los gehen.
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| Tony in ihrem Kennel im Bus |  |
Der Bus machte noch einen 2. Stop in Holland um die letzten Reisenden "einzuladen" und dann ging es nach Frankreich. Nach Calais zum Eurotunnel.Leider wurde es zunehmend dunkel und man konnte die Landschaft nicht mehr erkennen.
Dann erreichten wir Calais und den Eurotunnel. Alle Hundebesitzer mit ihren Hunden, so auch Tony und ich, mussten zur Kontrolle. Tony's Chip wurde gelesen und ich musste den Impfpass mit Titerbestätigung des Tierarztes vorlegen. Vorsorlich hatte ich ALLE ihre papiere, Ahnentafel, Titerurkunde, Cruftsticket, Championurkunde uvm mitgenommen. Aber gebraucht habe ich hier nur den Impfpass.
Alle Hunde waren kontrolliert und "genehmigt" und es konnte zum Zug gehen. Aber STOP ! Alle Businsassen mussten aussteigen und ihren Pass in einer Kontrollstation vorzeigen. Auch hier alles OK und wir konnten weiterfahren. Wir fuhren über ein Gelände, dass mich stark an einen Flughafen erinnerte. Tanja hatte gelesen, dass hier das Fahrzeug via Ultraschall noch einmal abgetastet wurde, wegen evtl. blinder Passagiere. Dann sahen wir den Zug und ich bekam einen kleinen Schock ! Der ZUG: er war völlig silbern, sah aus wie eine Sardinenbüchse ohn jegliche Fenster. Der Bus fuhr in den Zug und man hatte das Gefühl völlig umschlossen zu sein. Wir wussten, dass der Zug, unsere persönliche Sardinenbüchse, im Tunnel ca. 60 km unterm Wasser herrauschen würde und...........: ES WAR EIN KOMISCHES GEFÜHL !
Ich bin kein ängstlicher Mensch, bestimmt nicht, aber............. ich bekam Kopfschmerzen und es wurde flau in meinem Magen. Es ertönte ein Klingelzeichen und in englisch und französisch wurde irgendwas erklärt. Dann ruckelte es. Tanja sagte: wir fahren ! Aber mir kam es komisch vor, denn ich merkte etwas, aber sah nichts.Niemals zuvor war es mir so komisch und ich versuchte an schöne Sachen zu denken: wie geht es Junior ? Alles ok zu Hause ? Ich sah nach Tony, aber sie schlief. Auch ich versuchte zu schlafen, aber es gelang mir nicht. Ca. 40 Minuten später war der Spuk vorbei ! Wir kamen an in England ! Und ??? Ich schlief ein !
Am frühen Morgen erreichten wir Birmingham und das Ramada Hotel. Hier konnten wir uns frisch machen und es erwartete uns für kleines Geld ein gutes englisches Breakfast. Eier, Speck und Beans und vieles mehr bekamen wir vom Chefkoch. Toast konnten wir in eine kleine "Maschine" schieben. LECKER !
Dann ging es zur Ausstellung ! CRUFTS in Birmingham !
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| Tony in ihrem Bench |
 | Tony (re) & Bench-Nachbarn |
 | Benches |
 | Tony (die Zuckermaus) im Bench |
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Man muss sich erst zurecht finden, denn alles ist anders als in Deutschland.
Info Material hatten wir bekommen, auch Benimm-Regeln........ aber jetzt war es LIVE.
Wir mussten unsere Bench Numer suchen, dort fanden wir auch unsere Start Nummer, die die gleiche wie die Bench Nummer war. Zum Glück war unser "Nachbar" aus Holland und sprach deutsch, dass wir viele Infos bekamen: DANKE !
Tony war hundemüde ! Ob ich sie für den Ring wach bekommen würde ???
In England sind rund um den Ring sogenannte Benches aufgebaut. Jeder gemeldete Hund hat seinen eigenen Bench. Man kann seinen "Kennel" dort hineinstellen oder man legt seine Decke hinein und kann den Hund mit seiner Leine an einem Ring festmachen.
Tony war alles egal, sie wollte schlafen !
Ich liess sie und sah mir die ersten Klassen an. WOW, was für tolle Hunde !
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| DANKE, Tanja für Deinen Glauben in Tony ! |
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DANN ging es los ! Unsere Klasse wurde aufgerufen. Alles war anders als in Deutschland, vor allem die Klassen. Ehrlich gesagt habe ich das englische System noch nicht verstanden, aber wir waren in der richtigen Klasse !
Tony's Klasse war mit über 30 wunderschönen Hündinnen super besetzt. Tony durfte bis zur Endausscheidung bleiben und mein Herz schlug Samba ! Zur Platzierung hat es dann leider nicht mehr gerreicht, aber allein die zweite Runde zu erreichen war schon toll.
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Nachdem unser "Auftritt" erfolgreich beendet war, sahen wir uns noch den Rest der Show an. Wir sahen wunderschöne Hunde mit perfekten Ausstellern, die wir in Deutschland schon als Richter erleben durften. Ein merwürdiger Eindruck ! :)
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| CRUFTS 2009 BOB WINNER - SH CH SANDYLANDS PRESSED FOR TIME |
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Das war sie: CRUFTS 2009 ! Voller Eindrücke und zufrieden warteten wir auf unseren Bus, der uns nach Hause, bzw. erst einmal nach Holland bringen sollte.
Bevor es auf die Tour nach Hause ging kehrten wir aber in einen echten englischen PUB ein. Es gab richtig leckeres Essen und dann kam der Start zur Heimreise.
Stolz auf meine Tony und glücklich mit vielen, vielen bleibenden Erinnerungen kehrten wir "back to good old germany" !